BesteGegendPfad

Beste Gegend_Logo_ohne Schrift2.jpg

BesteGegendPfad

Idee  -  Ziele  -  Umsetzung   -  Ergebnis  -  Stationen


Idee
Treiber waren die aufkommende Bekanntheit für Tandern durch die erfolgreiche Filmtrilogie von Marcus  H. Rosenmüller „Beste Zeit – Beste Gegend – Beste Chance“ mit zwei Besonderheiten: Zum einen wurde in den Filmen kein anonymes Dorf dargestellt, sondern konkret Tandern in der jetzigen Erscheinung mit allen echten Gebäuden ohne künstliche Filmkulissen, vielen Filmszenen mit einheimischen Komparsen und unserer einzigartigen Naturlandschaft- der besten Gegend. Zum anderen ist die Drehbuchautorin der Filme die gebürtige Tandernerin Karin Michalke. 

 

Ziele
Ein Wanderweg mit Stationen und Beschreibungen soll Alteingesessenen, Neubürgern und Besuchern von Tandern die Inhalte der „Besten Gegend“ bewusst machen und die historischen Gebäude, die einzigartige Natur, die Geschichte und Geschichten durch lebendige und aktive Darstellung attraktiv vermitteln. Und durch den BesteGegendPfad soll das seit Gründung von „Zukunft Tandern“ bestehende Motto des Vereins „Wir machen Tandern attraktiv, liebens- und lebenswert“ einmal mehr in die Realität umgesetzt werden. 

 

Umsetzung
Im Kernteam - das ist das 11-köpfige Aktionsteam von Zukunft Tandern- wurde nach einer Besichtigung des Kesseltaler Landwirtschaftserlebnisses der Beschluss zur Anlegung eines Wanderweges in und um Tandern gefasst.  Man war sich schnell einig, dies in enger Abstimmung mit Dachau Agil und im Rahmen eines LEADER-Projekts mit Förderung durch EU und dem Bayerischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten anzugehen. In unzähligen Stunden, einzelnen Aktionen, Diskussionen, Abstimmungen und Besichtigungen, besonders durch das rührige Umsetzungsteam und die freiwilligen Vereinsmitglieder „auf den Baustellen“ sind wir am Ziel. Der Plan Fertigstellung in 2020 konnte nicht erreicht werden – verursacht durch die Pandemie.


Ergebnis

  • Der BesteGegendPfad ist ein Rundweg in und um Tandern, Länge 6 km,

  • Erweiterungsvariante in die Natur mit Fahrtbachtal (+ 2,5 km)

  • der Pfad hat 13 Stationen

  • Ilmquelle, StreuobstwiesenErlebnis des OGV und gemeindlicher Spielplatz am Hierholz sind in den Pfad integriert

  • 10 Stationsschilder

  • Barfußpfad mit 12 Untergründen, 1 Ruhebank und 1 Relaxliege am Dorfweiher

  • Balanceparcour und 3 Bänke am Daumillerberg

  • Rastplatz mit Bank/Tisch/Hocker und Fotorahmen südlich des Schlosses

  • Ausgedehnte Beschilderung im Uhrzeigersinn

Stationen

Bild

Start / Ziel am Kirchplatz

Zentrale Start-/ Zielpunkt ist die Dorfmitte am Kirchplatz. Parkgelegenheiten bestehen am Sportgelände des FC Tandern (P1 - Parken Montag bis Freitag) und am Schulsportplatz (P2 - Parken Samstag, Sonntag, Feiertag) in der Nähe des Feuerwehrhauses. An diesen Punkten kann die Runde ebenso begonnen und beendet werden.

Pfarrkirche St. Peter und Paul
Erstmalige Erwähnung einer „basilica“ 849 n.Chr., mit Annahme dass 5 – 6 Kirchen am selben Platz immer wieder erbaut wurden, Fertigstellung der letzten Kirche 1730, teilweise im Barockstil. Jetziger Kirchbau abgeschlossen 1974, „ein Zelt Gottes in Stahlbetongotik“ mit modernem Kirchenraum und Erhaltung des alten Chorraums im Barockstil mit prächtigem Hochaltar und barocker Kanzel.


Mehr unter: http://www.kirchenundkapellen.de/hilgertshausen-kk.htm 

Frauenkirche

Schlichter Bau mit gotischen (Chorraum) und barocken Teilen. Neubau des Kirchenschiffs der heutigen Kirche um 1741, es wurden Fundamente einer um 1630 erbauten St.Anna-Kapelle gefunden. Die Frauenkirche ermöglichte als Bruderschaftskapelle* den vollkommenen und unvollkommenen Ablass. Einziges überliefertes Relikt ist eine noch gut erhaltene Holzfigur der Anna selbdritt* auf dem Hochaltar. Tandern war früher wohl ein beliebter Wallfahrtsort. In der Frauenkirche hat auch die Figur des „Geißelheilands“ aus der Wieskapelle seine Heimat gefunden.

Mehr unter: http://www.kirchenundkapellen.de/hilgertshausen-kk.htm

Vollmairhaus

Vom kleinen Wohnhaus aus 1877 zum stattlichen Wohn- und Geschäftshaus ab 1907, Kaufhaus Vollmair mit Vollsortiment seit der Mitte des letzten Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre, Konfliktobjekt in der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern, „Schandfleck“ zum Baudenkmaljuwel in Tanderns Mitte.

 

Mehr unter: Projekt Vollmairhaus  

Denkmal.JPG

Denkmal zur Flurneuordnung

Südlich des Sportgeländes des FC Tandern steht das vom Tanderner Bildhauer Michael Huber geschaffene Denkmal zur Flurneuordnung. Der darauf dargestellte Wettersegen soll nicht nur vor Sturm, Blitz, Hagel und Unwetter schützen sondern auch an das positive Ergebnis des Flurneuordnungsverfahrens Tandern erinnern. Die mit der Dorferneuerung einhergehenden Maßnahmen wurden 1985 begonnen und 1998 abgeschlossen.

Barfußpfad
„Es gibt freilich kein kräftigeres Mittel, 
die Nerven zu stärken und widerstandsfähig zu machen 
als das Barfußgehen.“ Sebastian Kneipp (1821-1897)


Barfußpfade fördern die Gesundheit 
Barfußpfade ermöglichen eine Freizeitbeschäftigung an der frischen Luft und fördern die Gesundheit. Da die Füße von Schuhen und Socken befreit werden, können die Poren durchatmen, kleinste Nervenendungen fühlen sensibel, worauf wir laufen. Es entsteht eine neue sinnliche Wahrnehmung beim Barfußlaufen über verschiedenen abwechselnden Materialen als Untergründe, die sonst nur mit Schuhen betreten werden. Begeht man einen Barfußpfad, wird man schnell erkennen, wie bedacht der Fuß aufgesetzt wird. Denn die Angst ist viel zu groß, die zarte Fußsohle zu verletzten und sich wehzutun. Dadurch ist man konzentriert und in sich gekehrt. 


Aus diesem Grund ist der Parcour nicht nur eine gute Fußreflexzonenmassage, sondern auch eine Wohltat für Körper und Seele. Es wird die Bewegungskompetenz nicht nur von Kindern gefördert sowie das Interesse an der Natur geweckt.

Ilmquelle

Mehr unter: Ilmquelle

Daumillerberg

Skilernberg für Tanderns Nachwuchs – Kultberg der Filmtrilogie Beste Zeit/Beste Gegen/Beste Chance.

In den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts kam ein eingefleischter Bergler – der Daumiller Michael nach Tandern und gar so mancher Tanderner Bub lernte mit ihm das Skifahr´n an der „steilsten“ Abfahrtspiste nördlich von Tandern.

Aus der Erinnerung der Tanderner Drehbuchautorin, „wenn`s Sternschnuppen g´hagelt“ und sie mit ihrer besten Freundin am Daumillerberg „die ganze Wahrheit und den wahren Lauf der ganzen Welt erkannt hat“ hat Marcus H. Rosenmüller mit seinen Filmblicken dem Daumillerberg endgültig Kultstatus und Identifikationspunkt für die „Beste Gegend“ verliehen.

Wir haben einen Balanceparcour „Treibhölzer“ für Kinder jeder Altersgruppe aufgestellt. Für den Fallschutz wurden Hackschnitzel von einem einheimischen Landwirt verwendet. Es sind drei Bänke aufgestellt worden. Zwei nahe am Parcour, hier hat man die Kinder im Auge, zudem ist die Aufstellung im rechten Winkel zum einen kommunikationsfreundlich gestaltet, zum anderen gibt eine der Bänke auch den Blick zum Fahrtbachtal und nach Oberdorf, Niederdorf und Gartelsried frei. Die 3. Bank ist für Genießer des Feierabendblicks Richtung Schmarnzell und in den Sonnenuntergang ausgerichtet.

89807362-e5f3-4536-981d-8566067fc79f.JPG

Wieskapelle
Kapelle im neuromanischen Stil aus 1892. Die ursprüngliche Pestkapelle war kurz nach dem 30-jährigen Krieg um Jahr 1650 auf dem damaligen Pestfriedhof erbaut worden. Bis Ein Sturm am 16. Juli 1958 das Naturschieferdach und das Spitztürmchen nach gotischer Art zerstörte, hatte das Kirchlein ein vollkommen anderes Aussehen. Die Kapelle war ursprünglich dem Hl. Nikolaus geweiht. Zur Wieskapelle wurde sie, nachdem der 1750 der Bauer „Gowerl“ oder „Gamperl vom Schallerhof an der Furtgasse“ ein Gelübde einlöste und sich auf eine Wallfahrt nach Steingaden zur Wieskirche begab. Dort erstand er die schwere Holzfigur des „Geißelheilands“, trug sie von Steingaden auf seinen Schultern bis nach Tandern und stiftete sie für den Altar der Nikolauskapelle. Heute steht die Statue des Geißelheilands in der Tanderner Frauenkirche.

Mehr unter: http://www.kirchenundkapellen.de/hilgertshausen-kk.htm

Fahrtbachtal

Das Fahrtbachtal, mit einer Größe von 6,6 ha der wichtigste Baustein eines Biotopverbundsystems, wurde im Verfahrensgebiet Tandern im Rahmen der Verfahren zur ländlichen Neuordnung im nördlichen Landkreis in den 1980’er und 90’er Jahren mit Fördermitteln des Bayerischen Naturschutzfonds für den Landkreis erworben. Es handelt sich um ein schmales Bachtälchen mit Quellen, Schilfbereichen und verschiedenen Feuchtgrünländern. Ein Kleinod und eine Augenweide, ein prägendes Beispiel für unsere „Beste Gegend“.

Das Fahrtbachtal ist Lebensraum vieler Vögel und Säugetiere.

Sie finden hier Nahrung, Einstand und Ruhe und ziehen hier teilweise ihr Jungen groß.

Damit die Wiesenbrüter noch etwas mehr Ruhe bekommen, wurden insgesamt an vier Stellen Warntafeln angebracht (siehe Abbildung unten).

Die Tafeln wurden gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem LBV-Dachau entworfen.

Naturschutzbehörde, LBV-Dachau und Zukunft Tandern appellieren an die Vernunft der Besucher, ausschließlich den beschilderten Hauptweg zu benutzen.
 

Bitte bleiben Sie deshalb auf dem ausgeschilderten Weg, von dem aus Sie den gesamten Talraum gut einsehen können. Sie schützen damit unsere heimische Natur - Vielen Dank!

Schloss Tandern

Der Ort Tandern wurde 843 erstmals urkundlich erwähnt. Das Schloss und Dorf ‘Dannern ’, ursprünglich Tannara- Tannaron- Tannarun- genannt, erhielt seinen Namen von der Ansiedlung nahe an einem Tannenwald.

 

Zur Zeit Karls des Großen gehörte die „ Tannara Marcha “ als Reichslehen einem adeligen Westfranken namens Balderich . Dieser verkaufte die Hofmark für 250 Silberpfennige an Bischof Erchambert von Freising und dessen Neffen Reginbert. Danach wechselte das Schloss noch oft die Besitzer.

1907 erwarb Pfarrer Dekan Anton Mayr das Schloss und überließ es dem Kath. Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder in München. Das St.-Anna-Heim beherbergte 60 Jahre eine Erziehungsanstalt für junge Mädchen.

1971 war es Rehabilitierungsstätte für ehemals Drogenabhängige, 1973 Heim für werdende Mütter, 1975 Erwerb durch die Familie Altmann, ab 1990 verpachtet an die Regierung von Oberbayern als Übergangswohnheim für deutschstämmige Aussiedler, von denen einige sich in Tandern niederließen, Familien gründeten, Haus- und Grundstück erwarben.

Die Gebäude wurden in den Jahren 2010 bis 2011 unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes durch die Eigentümer aufwändig renoviert. Heute wird das Schloss von Familie Altmann privat und auch als Firmensitz

genutzt.

Zum Kultur-Event von Zukunft Tandern „Sommerkonzert im Schloss“ öffnen sich die Tore des Schlosses für Besucher einmal im Jahr.

Streuobstwiesenerlebnis

Eine absolute Bereicherung des BesteGegendPfad ist schließlich ein Besuch des auf der Route liegenden Streuobstwiesenerlebnisses des Obst- und Gartenbauvereins mit interessanten und interaktiven Aufbauten.

Hohe Bank

An der „Hohen Bank“ südlich von Kirche und Schloss wurde eine ebene Fläche in den Hang planiert und präpariert. Eine Sitzgruppe mit Bank, Tisch und Hocker sind aufgestellt. Für das Fotoshooting zum Abschluss der Wanderung steht der BesteGegend Fotorahmen an prädestinierter Stelle vor dem Panorama Schloss und Kirchen. 

 

Öffnungszeiten der Einkehrmöglichkeiten

Gasthaus Schloss Tandern:   http://gasthaus-schloss-tandern.de/restaurant/

Sportgaststätte FC Tandern:  https://www.facebook.com/sardegna.pizza/

Tafernwirtschaft Niederdorf:  http://www.tafernwirtschaft.de/

Bäckerei und Lebensmittel Regnath:

  • Sonntag & Mittwoch Geschlossen

  • Mo., Di., Do. & Fr. 6:30 -12:15 & 14:00 - 18:00 Uhr

  • Samstag 6:30 - 12:00 Uhr